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Saucha in der Fastenzeit: Einmal Ordnung, bitte!

Saucha? Hört sich an wie ein exotischer Cocktail? Dieses Wort auf Sanskrit bedeutet aber etwas wie Reinheit und ist eines der Niyamas (nach Patanjalis Yoga-Sutra die Gebote für den Umgang mit einem selbst). Saucha ist eine Lebensregel, auf die ich großen Wert lege, mit der ich aber gleichzeitig ziemlich zu kämpfen habe (wer geht das aber nicht so?). Als Niyama bezieht es sich auf einen selbst, auf den Körper. Man kann an persönliche Hygiene denken, aber auch an das Essen ‚purer‘ Lebensmittel. Dein Körper ist dein Tempel, und deshalb solltest du ihn mit Respekt behandeln.

Nun hat gerade die Fastenzeit begonnen, die Zeit zwischen Karneval/Fasching und Ostern. In diesen 40 Tagen, grob 6 Wochen, fasten manche Leute indem sie auf Fleisch, Süßigkeiten oder Alkohol verzichten, oder sie stellen sich ein individuelle, gesunde Herausforderung. Alles Sachen, die wunderbar in das Konzept des Sauchas passen.

Ich selbst möchte das Konzept der Sauberkeit eher auf mein unmittelbares Umfeld anwenden. Nein, damit meine ich nicht, dass ich meinen Freund ungefragt unter die Dusche schiebe. Ich möchte diese Fastenzeit Ordnung schaffen in meine anderen Tempel: meiner Wohnung. Seit der Geburt meiner Tochter vor 3 Jahre haben wir unser Arbeitszimmer mit boxenweise Klimbim vollgestellt. Und das sollte mal anders aussehen.

Entrümpeln hat zwar nichts mit Saucha im Sinne körperlicher Reinheit zu tun, aber ich spüre, wie sich eine Wohnung voller Gerümpel auf meinen Gemütszustand auswirkt. Und das wirkt sich wieder auf meinen Körper in Form von körperlichem Stress aus, was dann dazu führt, dass ich mich noch schlechter an gute Gewohnheiten in Bezug auf Ernährung, Schlaf und Bewegung halten kann. Es ist an der Zeit, den ganzen Zustand von außen nach innen in Ordnung zu bringen, ganz nach Zwiebel-Prinzip. Dabei fange ich bei meiner Wohnraum an.

Zielen sind aber nur erreichbar, wenn du sie ganz klar und konkret formulierst. Also: Ich habe 6 Umzugskartons voller Gerümpel rumstehen. Während der 6 Wochen der Fastenzeit werde ich jede Woche einen Karton auspacken und das Zeug ausmisten und aufräumen. Hoffentlich führt dies zu mehr Raum in meinem Kopf, mehr Leichtigkeit, und… Vielleicht kann ich demnächst endlich mal ein Teelicht anzünden! Denn die stecken schon seit 2 Jahren in einem Karton, aber ich weiß nicht, welche. Neue Teelichter kaufe ich nicht, weil ich weiß, dass sie da sind…irgendwo.

Welche gesunde Gewohnheit würdest du gerne in dein Leben einbauen? Traust du dich, die Herausforderung anzugehen, es einfach 40 Tage lang auszuprobieren? Nicht mehr denken, nicht mehr fantasieren, einfach Action. Ich bin gespannt!


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